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F6

Der Bourbakische Hohlspiegel

 

Wer als Publikationsorgan etwas auf sich hält, benötigt seinen "Hohlspiegel". Nun, dem kann sich der Bourbaki mit seinem "INTERNETKRIEG" auch nicht entziehen, so daß nunmehr ein derartiger "Bourbakischer Hohlspiegel" hier unter F6 entstehen soll.
Der Hohlspiegel ist in fünf Kapitel unterteilt:

Kapitel 2
Kapitel 3

 Kapitel 4
Kapitel 5

Kapitel 1

Seinen ersten Schritt in dieser Richtung versuchte der Bourbaki bereits vor Jahren, als er in der Münchner Abendzeitung vom 25. November 1992, Seite 24 folgende Kleinanzeige einsetzen ließ:

Die betreffende Anzeige landete dann allerdings nicht wie beabsichtigt in dem Augsteinschen Hohlspiegel - so viel Humor scheinen die Herren von der Brandstwiete dann doch nicht zu besitzen - aber das Inserat hatte zumindest einen ziemlich unbeabsichtigten -Effekt zur Folge: Der Bourbaki hat einen Uraltfreund, welcher Augenarzt in Luxemburg ist. Nachdem sich derselbe über mehr als ein Jahr hinweg nicht gerührt hatte, rief er ganz ohne ersichtlichen Grund zwei Tage nach Erscheinen dieses Inserats beim Bourbaki an, um ihn zu fragen, wie es ihm ginge. Freund Helge wußte natürlich nichts von diesem Inserat.


Nun, um mit dem humoristischen Aspekt zu beginnen, hier eine Darstellung des Bourbaki in Aktion:

Papst Gregorj Bourbanski bei seiner Osteransprache


Und da wäre noch dieser Brief, den der Bourbaki schon lange loswerden wollte:

An Herren Rudolf Nasenbrett,
Nachrichtenmagazin "DER KRISTALL"
Brandruine 19
20457 Mc-Donald-City

15. Dez. 1997

Lieber Rudi,
weißt Du überhaupt, wieviele Briefe ich Dir bereits geschrieben habe?
Unzählige - viele von diesen Korintherbriefen, von denen einige unter "D" angeführt sind. Du hast sie alle unbeantwortet gelassen. Ich bin verzweifelt, ganz am Boden zerstört!

Wenn Du nur wüßtest, wie ich mir darob die Haare raufe. Büschelweise reiße ich sie mir aus und was bleibt, ist restlos zerzaust.

Lieber Rudi, wie kannst Du mir so etwas antun! Du, meine einzige Hoffnung, daß das große Unheil sich noch abwenden ließe. Aber was tust Du? Du schweigst, schweigst, schweigst! So als ob Du eine eigensinnige Jungfer wärest und Dich dieses ganze Unheil gar nichts anginge. Mach weiter so, solange Du mit Deinem kleinen Hackebeilchen nur durch das Unterholz des deutschen Tieflandes stapfen kannst!

Rudi - was ist aus Dir geworden? Ein Mensch ganz ohne Rücksicht und ganz ohne Mitleid. Rudi - tu mir doch bitte so etwas nicht an!

Ich bin verzweifelt, am Boden zerstört und hoffe auf ein einziges Wort aus Deinem lieben Munde. Aber wie lange kann ... darf ... soll ich noch mit dieser Hoffnung leben?

Geliebtester Rudi - steh mir bei und hilf, die bösen Geister zu vertreiben. Was ich dabei nicht ganz verstehen kann - Du hast doch früher so schöne Gedichte geschrieben, poetische, edle, die dann auch noch zur Veröffentlichung gelangten, im "Ländlichen Betrachter" beispielsweise. Aber das liegt viele viele Jahre zurück und heute tust Du so, als würdest Du mich nicht mehr kennen. Rudi, wache auf, solange es noch Zeit ist, Zeit, um das Ruder herumzureißen, Zeit, um das große Schiff auf den rechten Kurs zu bringen.

Mein geschätzter Rudi, ich liege vor Deinen Füßen, zertritt mich nicht wie einen Wurm!

Dein überaus untröstlicher Bourbaki