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F1

Mitteilungen in eigener Sache

 

Message 1

 

18. März 1997

 

Ein wesentliches Problem mit einer neuen Physik ist der Umstand, daß am Ende keiner bereit ist, sie zu finanzieren.

Nehmen Sie nur den Staat her - derselbe finanziert ohne mit den Wimpern zu zucken Grundlagenforschung mit einigen Milliarden Mark pro Jahr. Der größte Teil geht dabei in diese Teilchenbeschleunigeranlagen, welche nur weiteren Teilchenschrott erzeugen, oder in die Fusionsforschung, obwohl mittlerweile berechtigte Zweifel herrschen oder zumindest herrschen sollten, ob die Sonne überhaupt auf dieser Basis ihre Energie gewinnt (siehe E1). Jedoch selbst wenn sie dies täte, so könnte man damit trotzdem noch keine billige terrestrische Energie erzeugen, weil die Stahlwandungen der verwendeten Gefäße dem auftretenden Neutronenbschuß auf die Dauer gar nicht standhalten, weil zudem vollkommen offen ist, wie die Energie - falls sie erzeugt werden könnte - aus dem System herausgeleitet werden kann, und weil das dabei gebildete radioaktive Zeug - ähnlich wie bei der Fission - ebenfalls nicht beherrschbar ist.

Wenn ich jedoch als Bourbaki bei unserem Forschungsminister Rüttgers anfragen würde, ob er mir nicht einen winzigen Bruchteil der für Grundlagenforschung eingesetzten Forschungsgelder für meine neue Physik zur Verfügung stellen könnte - beispielsweise nur 1 Promille, was wirklich bescheiden erscheint -, dann würde der mir natürlich etwas husten, weil für so etwas auch in Bonn kein Geld zu haben ist.

 

Resumé: Man steckt lieber 100 % aller Forschungsgelder für Grundlagenforschung in eine verkorkste falsche Physik als 99,9 % in eine falsche und 0,1 % in eine neue richtige Physik! Das ist mit Sicherheit politische Blödheit.

 

Da ich dies weiß, habe ich natürlich versucht, von anderen Stellen Gelder für meine neue Physik zu organisieren. Dabei habe ich alle diese Industriestiftungen in Deutschland angeschrieben, auch die Fraunhofer Gesellschaft habe ich kontaktiert und an verschiedene Bundestagsausschüsse habe ich ebenfalls geschrieben - nichts ist zu machen, für eine neue Physik ist kein Geld zu haben. Daß dies äußerst kurzsichtig ist, brauche ich hier wohl nicht besonders zu erwähnen - verbauen wir Deutsche uns doch auf diese Weise alle Möglichkeiten für die Zukunft.

Da auch Ihre Zukunft, lieber Internetleser, irgendwie davon betroffen ist, könnten Sie vielleicht folgendes unternehmen:

 

- Schreiben Sie bitte Briefe an Leute in Bonn, damit die merken, daß da etwas im Busche ist. (Die merken derartige Dinge wohl am allerletzten!)

- Organisieren Sie mir bitte einen renommierten Verlag. Von so Korrespondenz mit Verlagen und darin befindlichen "Paßt-nicht-in-unser-Programm"-Aussagen besitze ich nämlich schon einen ganzen Aktenordner voll. Diese "Hemmingers" sitzen nämlich überall in den Verlagen herum! Am schönsten war übrigens ein Brief eines Herrn Wolfgang Drescher vom Econ-Verlag Düsseldorf, welcher mir vor etwa zehn Jahren am 25.8.1987 schrieb: "Ihre Beschreibung der Einsteinschen Forschungen als ein Wüten eines Elefanten im Porzellanladen zu deuten, scheint mir aus der Perspektive einer Maus hinter einem derart erschütterten Regal geschrieben zu sein".

Letztlich müßten in meinem Fall eine ganze Reihe von Büchern relativ schnell auf den Buchmarkt gelangen, so u.a. auch ein Buch mit dem Bourbakischen Internetkrieg, weil nicht jeder in Deutschland bisher einen Internetanschluß besitzt und sich derartige Dinge wohl etwas besser abends im Bett lesen lassen. Außerdem gäbe es da noch ein Bourbakisches Witzbuch, welches auf seine Vollendung wartet.

- Finden Sie mir bitte von irgendwo her ein bißchen Geld. Es ist nämlich sehr beschämend, wenn man gewisse Dinge tun möchte, aus fianziellen Gründen dies jedoch nicht kann. Allein eine gute PR-Agentur für diese Sache wäre mit Sicherheit gar kein schlechter Gedanke. So etwas kostet aber leider Geld.

In Deutschland gibt es mittlerweile eine ausreichend große Menge von Leuten, welche so viel Geld besitzen, daß sie nicht einmal wissen, was sie mit all diesem Zeug anfangen sollen. Warum nicht ein wenig Geld in den Bourbaki und seine neue Physik stecken? Dies wäre sicherlich global gesehen eine sehr sinnvolle Maßnahme. Wenn so ein Spender dabei auf einer Bronzeplatte verewigt werden möchte, nun - so etwas ließe sich sicherlich einrichten.

Ursprünglich wollte der Bourbaki schon eine Anzeige in die FAZ setzen, welche in etwa den folgenden Text haben sollte:

 

1 Million Mark

für eine neue Physik des

21. Jahrhunderts gesucht

Zuschriften an ....etc.

 

Dies möchte ich hier im Internet nachholen, weil es hier billiger und wahrscheinlich genauso effizient ist.

- Was Sie noch machen könnten - suchen Sie mir bitte eine Fernsehstation, welche sich dieser Sache annehmen möchte. Wie ich bereits anderswo bemerkte, so etwas ist nicht langweilig und verspricht auf die Dauer hohe Einschaltquoten. Nur, bis man diese Fernsehfritzen auf einen derartigen Trip bringt, da muß man schieben, schieben, schieben! Kürzlich lief mir dieser Kofler von Pro7 bei einer Vernissage über den Weg. Aber bei so Leuten wie diesem muß man irgendetwas vorbringen können, damit es klick macht. Von selbst kommen die nämlich nicht auf derartige Gedanken. Daß hier wahnsinnig viel Geld auf der Straße herumzuliegen scheint, welches nur aufgehoben zu werden braucht, muß ich hier wohl nicht besonders erwähnen.

- Schließlich, liebe Internetbenutzer, noch eine kleine Bitte: Besuchen Sie mich bitte häufig auf meinen Internetseiten, damit Sie wissen, wie sich die Dinge weiterentwickeln. Auch berichten Sie bitte Ihren Internetfreunden von diesem Bourbakischen Internetkrieg, damit auch dieselben dieser Sache ihre Beachtung schenken. Und falls Sie einen Journalistenfreund haben sollten, schlagen Sie ihm vor, daß er darüber einen kleinen Artikel schreiben solle. Ich bin gerne bereit, derartige Artikelchen unter F3 zu übernehmen. Wenn schon diese "dicken Möpse" mauern, Kleinvieh macht auch Mist und Deutschland ist voll von kleinen Zeitungen und Zeitschriften.

 

In diesem Sinn und mit vielen Dank

 

Ihr Georges Bourbaki

 

 



Message 2



Dies hat zwar mit der Physik nur indirekt etwas zu tun, aber....
Haben Sie Schwierigkeiten mit Patentanmeldungen? Von meinem Beruf aus bin ich eigentlich Patentanwalt. Falls Sie also Probleme mit etwas kritischen oder weniger kritischen Erfindungen haben, kann ich Ihnen sehr preiswert gute Patentanmeldungen erstellen und auch erreichen, daß dieselben ziemlich rasch zu Erteilung gelangen.
Falls von Ihrer Seite Interesse besteht, kontaktieren Sie mich bitte.


Georges Bourbaki
Agnesstr.16
80798 München
Tel.:089/ 271 14 91
Fax :089/ 271 35 49

Guter Augenarzt gesucht

In einem im SZ-Magazin Nr. 50/91
abgedruckten Gespräch vertrat
E. von Brauchitsch die Auffassung,
der Spiegel sei, was die linke Seite
angehe, so stockblind, daß er drei
Tupfer auf der Stirn kriegen müßte.
Gar nicht unflott revanchierte sich
der Spiegel, indem er gegenüber
A. von Stahl in einem im Heft 45/92
abgedruckten Interview die Meinung
kundtat, daß dieser auf dem rechten
Auge blind wäre. Wer hilft mir weiter
bei der Beantwortung der Frage, wer
nun wo blind ist - unser Spiegel auf
dem linken Auge oder unser General-
bundesanwalt auf dem rechten?
Georges Bourbaki. Zuschr. unt.
ZA 1086120 an den Verlag