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Der erste bourbakische Korintherbrief |
Anläßlich der Frankfurter Buchmesse von 1990 wurde vom Bourbaki ein erstes Schreiben verfaßt, welches am 20. September 1990 an die größeren Redaktionen der deutschen Medien versandt wurde. Auf dem Verteilerkopf standen dabei die FAZ, der Spiegel, die SZ, Die Zeit, Die Welt, Die Welt am Sonntag, die Bildzeitung, das Profil, die Stuttgarter Nachrichten, die Frankfurter Rundschau, die TAZ, die Weltwoche, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, die ARD, das ZDF, Tele 5 und RTL Plus. Auszugsweise hieß es in diesem Schreiben wie folgt:
20. September 1990
Sehr geeherter Herr...
ich bin dabei, das Weltbild der Physik des 20. Jahrunderts zu stürzen und könnte mir vorstellen, daß dies für Ihre Leser von Interesse ist. Der erste Anstoß bildet dabei ein Buch mit dem Titel "Der Sündenfall der Physik", welches heuer auf der Frankfurter Buchmesse zur Vorstellung gelangt.
In diesem Sinne erlaube ich mir, Ihnen für die Dokumentation zur Frankfurter Buchmesse die folgenden zwei Schriftstücke zu überreichen:
- Ein Flugblatt, welches am Eingang "City" in Frankfurt zur Verteilung gelangen wird, und
- eine chronologische Zusammenfassung, welche das Schlußkapitel des erwähnten Buches "Sündenfall der Physik" bildet.
Dazu möchte ich noch folgendes bemerken: Einen Sturz der Physik herbeizuführen, haben in den letzten 70 Jahren schon eine ganze Reihe von Leuten versucht. Aber, so wie ich mittlerweile weiß, sehr "professionell" (wenn ich das betreffende Wort in diesem Zusammenhang benutzen darf) hat sich bisher noch keiner angestellt.
.Während der Frankfurter Buchmesse finden Sie mich mit ein paar jungen Leuten vor dem Eingang "City" des Messegeländes. Ich würde mich über ein Gespräch mit Ihnen oder einem Ihrer Redaktionskollegen freuen.
Hochachtungsvoll
Georges Bourbaki
Die Reaktion darauf war recht dürftig, indem allein drei Zeitungen darauf reagiert hatten:
1. Die Zeit mit einem Schreiben eines Herrn Dr. Hans Schuh-Tschan vom 27. September 1990, in welchem es hieß: "Wenn Sie einen Physiker finden, der Ihre Ausführungen bestätigt, sind wird gerne bereit, darauf einzugehen."
2. Die Welt mit einem Schreiben vom 4. Oktober 1990 mit der Aussage: "...sehen im Moment keine Möglichkeit einer Veröffentlichung."
3. Frankfurter Rundschau mit Schreiben vom 9. November 1990, in welchem es hieß:"...paßt leider derzeit nicht in unser Konzept."
PS: Ceterum censeo speculum esse delendum.