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Vorrichtung zur Widerlegung derAllgemeingültigkeit des 2. Hauptsatzes derThermodynamik |
Patentanmeldung P 197 10 493.3
Zu einem gewissen Zeitpunkt war dem Bourbaki klar geworden, daß auch an diesem so viel gepriesenen Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik und der behaupteten Zunahme der Entropie etwas falsch sein müsse. Nur wußte er nicht - was? Man läuft da wie ein Blödmann umher, hat so ein ungutes Gefühl im Magen, denkt, denkt und denkt und irgendwie latscht man an dem gesuchten Knackpunkt vorbei.
Eines Tages kam dem Bourbaki jedoch die zündende Idee, Äpfel sind Äpfel und Birnen sind Birnen - was hat diese blöde Entropie für eine Dimension und mit was läßt sich dieselbe vergleichen? Nun es stellt sich heraus, daß die Entropie beispielsweise im Kalorien pro °C gemessen wird, während die spezifische Wärme eines Körpers in Kalorien pro °C pro Gramm definiert wird. Dieses war der Knackpunkt: In einem geschlossenen thermodynamischen System - und die Entropie befaßt sich ja ausschließlich mit geschlossenen thermodynamischen Systemen - ändert sich die Masse nicht. Das bedeutet also, daß die spezifische Wärme eines Körpers und die Entropie weitgehend gleichgesetzt werden können, wenn man nur bezüglich des interessierten thermodynamischen Systems eine gewisse Massennormierung vornimmt. Von da aus war die Suche nur noch ein Entlanglaufen an vorhandenen Gegebenheiten. Am Ende kam die folgende Patentanmeldung heraus, gemäß welcher die Entropie im Widerspruch zu allen Physiklehrbüchern und auch dem Großen Brockhaus beim Zusammenschütten bzw. Temperaturausgleich von heißen und kaltem Wasser abnimmt, weil die spezifische Wärme von Wasser zwischen 0 und 100°C eine entsprechende Anomalie aufweist. Damit war die allgemein behauptete Zunahme der Entropie und damit auch der Zweite Hauptsatz zumindest in der derzeitigen Fassung widerlegt.

Vorrichtung zur Widerlegung der Allgemeingültigkeit des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Widerlegung der Allgemeingültigkeit des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Zum Verständnis der vorliegenden Erfindung sei auf folgendes hingewiesen:
In der Wissenschaftsgeschichte der Menschheit hat wohl kaum ein wissenschaftliches Konzept so viel Verwirrung und Konfusion hervorgerufen wie der Begriff der Entropie der Thermodynamik. Über diesen Begriff sind dabei bereits ganze Berge von wissenschaftlichen Publikationen geschrieben worden, ohne daß dadurch ein wirklich fundiertes, in sich widerspruchsfreies Verständnis zustande gekommen wäre. In diesem Sinn hat dann auch J. von Neumann folgendes zum Ausdruck gebracht: "It is already in use under that name and besides it will give you a good edge in debates because nobody realy knows what entropy is anyway." (Siehe K.G. und J.S. Denbigh "Entropy in relation to incomplete knowledge", Cambridge 1985, Seite 107).
Historisch gesehen entwickelte sich dieser Begriff schubweise, in welchem Zusammenhang auf die folgenden Schritte hinzuweisen wäre:
Schritt 1: Im Jahre 1850 publizierte Robert I.E. Clausius (1822-1888) eine wissenschaftliche Arbeit mit der Überschrift: "Über die bewegende Kraft der Wärme und die Gesetze, welche sich daraus für die Wärmelehre selbst ableiten lassen". Im Rahmen seiner Untersuchungen an Wärmekraftmaschinen und dem Carnotschen Kreisprozeß führte Clausius dabei eine neue thermodynamische Zustandsgröße S mit der Dimension [cal grad-1] ein, welche er als "Entropie" bezeichnete. Diese Zustandsgröße sollte dabei dem thermischen Energieinhalt Q eines geschlossenen Systems - beispielsweise in Form eines Gasgemisches - dividiert durch die jeweilige Temperatur des jeweiligen Systems entsprechen. Clausius stieß seinerzeit auf diese Größe S, indem er innerhalb des zur Beschreibung des Carnotschen Kreisprozesses verwendeten p-V-Diagramms den darin eingetragenen Adiabaten - d.h. den Zustandskurven des betreffenden Gases bei Abwesenheit einer äußeren Wärmezufuhr - jeweils gewisse Werte S1, S2 ... Sn zuordnete. Da für ideale Gase bekanntlich das Produkt aus Druck p mal Volumen V konstant ist, die Temperatur T somit nicht als Variable auftritt, konnten in den verwendeten p-V-Diagrammen Kurven konstanten Energieinhalts bzw. konstanter Entropie eingetragen werden, was dann auch zur Folge hatte, daß in der älteren Literatur für diese Kurven vielfach auch der Ausdruck "Isentrope" zur Anwendung gelangte. Da Zustandsänderungen von Gasen entlang dieser Adiabaten bzw. "Isentropen" im wesentlichen zeitreversibel verlaufen, gelangte Clausius seinerzeit bei seinen Überlegungen, zeitirreversible thermodynamische Vorgänge verstehen zu wollen, zu der Ansicht, daß Veränderungen der Zustandsgrößen eines Gases senkrecht zu diesen mit S1, S2 ... Sn bezeichneten Isentropen zeitirreversibel sein müßten, so daß die Zeitirreversibilität von thermodynamischen Vorgängen durch die Anzahl von Übergängen zwischen den verschiedenen Kurven S1, S2 ... Sn abgeschätzt werden könne.
Aus derartigen Gedankengängen heraus entwickelte Clausius die Vorstellung, daß die Entropie S ein geeignetes Maß für die zeitliche Irreversibilität von thermodynamischen Vorgängen sei, was dann auch dazu führte, daß die Einheit für die Entropie heutzutage als [Clausius] bezeichnet wird. In der Folge erwies es sich jedoch als etwas nachteilig, daß weder die Entropie S noch der Energieinhalt Q eines Gases meßtechnisch unmittelbar erfaßbare Größen waren. Zur Bestimmung des Energieinhalts eines Gases konnte man zwar eine Integration der spezifischen Wärme des betreffenden Gases über den gesamten Temperaturbereich bis hinunter zum absoluten Nullpunkt vornehmen. Eine derartige Integration führte jedoch zu ziemlich ungenauen Werten und erforderte zudem, daß der Energieinhalt eines Gases am absoluten Nullpunkt etwas willkürlich mit null angesetzt werden muß. Darüber hinaus treten bekanntlich im Fall von fluiden Medien bei gewissen Temperaturen energetisch nicht zu vernachlässigende Phasenübergänge bzw. Änderungen des Aggregatzustandes auf, was bei der Bestimmung des Energieinhaltes des betreffenden Mediums ebenfalls in irgendeiner Weise zu berücksichtigen war. Aus diesen Gründen wird heutzutage für die Entropie S in der Regel nur noch das Differential dQ/T angegeben, weil auf diese Weise die obenerwähnten Schwierigkeiten zum Wegfallen gelangen.
Schritt 2: 1852, d.h. zwei Jahre nach der erwähnten Publikation von Clausius veröffentlichte der spätere Lord Kelvin (1824-1907) seinerseits eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel: "On the Universal Tendency in Nature to the Dissipation of Mechanical Energy". Darin erwähnte Thomson erstmalig den sogenannten "Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik", welcher in moderner Terminologie in etwa wie folgt lautet: "Die Entropie eines abgeschlossenen Systems von Körpern, welche miteinander in Wechselwirkung stehen, kann nur zunehmen, niemals abnehmen."
Schritt 3: Da man sich einerseits unter dem von Clausius in die Physik eingeführten Begriff der "Entropie" mit seiner Dimension [cal grad-1] relativ wenig vorstellen konnte, andererseits aber dieser Begriff nunmehr innerhalb des sehr wichtigen zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik auftauchte, versuchte der in Wien lehrende Theoretiker Ludwig Boltzmann (1844-1906), dieser thermodynamischen Zustandsgröße S einen rational verständlichen Inhalt geben zu wollen. Sein Bemühen war dabei insoweit von Erfolg gekrönt, als er 1877 eine thermodynamische Wahrscheinlichkeit W einführen konnte, welche über den Ausdruck k.l n W mit der Entropie S verbunden war, wobei k der Planck-Boltzmannschen Konstanten von 1,380 x 10-16 [erg grad-1] entsprach. Die Grundaussage der Boltzmannschen Wahrscheinlichkeitsüberlegungen bestand dabei darin, daß in der Thermodynamik generell die Tendenz bestehe, daß die mit einer geringen Anzahl von "Komplexionen" bzw. Zustandsmöglichkeiten auftretenden unwahrscheinlichen Zustände im Laufe der Zeit in wahrscheinlichere Zustände übergehen, welche einer größeren Anzahl von Komplexionen bzw. Zustandsmöglichkeiten entsprächen.
Schritt 4: Da dem Theoretiker Max Planck (1858-1947) anscheinend die von den Herren Clausius, Thomson und Boltzmann zu diesem Thema gemachten Ausführungen immer noch nicht ausreichten, formulierte er in seiner Dissertationsarbeit von 1879 den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik auf eine andere Weise, indem er zum Ausdruck brachte, daß entsprechend diesem Hauptsatz der Bau eines "Perpetuum Mobiles der Zweiten Art" unmöglich sei. Unter einem derartigen "Perpetuum Mobile der Zweiten Art" sollte dabei eine Wärmekraftmaschine verstanden werden, mit welcher die Wärme eines Systems restlos in mechanische Arbeit umgewandelt werden könne.
Schritt 5: Eine weitere Aufwertung des Eintropiebegriffes ergab sich schließlich durch Arthur Eddington (1882-1944), welcher zu der Aussage gelangte, daß als einzige fundamentale Größe in der Physik die Entropie eine Zeitabhängigkeit aufweise, so daß auf diese Weise eine Festlegung der ansonsten anscheinend nicht bekannten Richtung der Zeitachse erfolgen könne. In diesem Sinn handle es sich bei den von uns Menschen verwendeten Uhren letztlich um nichts anderes als um "thermodynamische Kraftmaschinen", bei welchen die Zunahme der Entropie in einer sehr genau dosierten Weise erfolge.
Schritt 6: Aufgrund der Boltzmannschen Wahrscheinlichkeitsgleichung entwickelte sich später die Vorstellung, daß ganz generell geordnete Zustände im Laufe der Zeit in ungeordnetere Zustände übergingen. Die Grundidee war dabei die, daß geordnete Zustände, beispielsweise in Verbindung mit der Anordnung numerierter Billardkugeln oder der Buchstabenfolge der Sätze eines Buches, eine sehr geringe Anzahl von Anordnungsmöglichkeiten bzw. "Komplexionen" besäßen, während die Anordnungsmöglichkeiten im Fall ungeordneter Zustände sehr viel größer wären, so daß sich die Boltzmannsche Wahrscheinlichkeitsfunktion ebenfalls zur Festlegung geordneter und ungeordneter Zustände eigne.
Schritt 7: Als letzte Entwicklung bemächtigen sich nunmehr die sogenannten "Chaosforscher" dieses so schönen Begriffs der Entropie. Unter Einsatz von bestimmten Differentialgleichungen in Verbindung mit Computerprogrammen konnte nämlich erstmalig durch Mandelbaum aufgezeigt werden, daß in gewissen Fällen aus der durch die Boltzmannsche Wahrscheinlichkeitsberechnung hervorgerufenen Unordnung von Naturvorgängen in ganz überraschender Weise erneut geordnete Strukturen hervorgehen würden, was zu sehr farbenprächtigen Computerausdrucken führte, die in der Fachterminologie als "Mandelbrotsche Fraktale" bezeichnet werden. Die von den Chaosforschern erzielten Resultate wurden von den Theoretischen Physikern insoweit mit großer Erleichterung zur Kenntnis genommen, weil sich auf diese Weise zumindest eine Möglichkeit ergab, wie aus einem ursprünglich chaotischen Urzustand ohne unmittelbaren Eingriff Gottes ein ziemlich sinnvoll funktionierender Kosmos entstehen konnte.
Wenn man sich nunmehr etwas intensiver mit der Entropie auseinandersetzt, dann stellt man fest,
- daß die Entropie eines Systems die Dimension [cal grad-1] besitzt,
- während die spezifische Wärme eines Körpers in [cal g-1 grad-1] gemessen wird.
Allein unter dem Blickwinkel der verwendeten Dimensionen kann die Entropie eines Systems somit im wesentlichen mit der spezifischen Wärme gleichgesetzt werden, wobei der einzige Unterschied darin zu bestehen scheint, daß im Fall der spezifischen Wärme eine Normierung auf eine bestimmte Gewichtsmenge erfolgt, während dies bei der Entropie nicht der Fall ist, die Entropie somit auf die Gesamtmasse eines Systems bezogen ist. Bei einem geschlossenen thermodynamischen System, welches beispielsweise aus 1 kg Wasser bestehen mag und bei welchem sich die Massen sowieso nicht verändern, kann somit die Entropie mit der spezifischen Wärme weitgehend gleichgesetzt werden, weil in beiden Fälle eine massenmäßige Normierung auf beispielsweise 1 g oder 1 kg erfolgt.
In dem folgenden sollen somit nur noch geschlossene thermodynamische Systeme betrachtet werden, bei welchen die verwendeten Massen normiert sind, so daß Entropie und spezifische Wärme unmittelbar gleichgesetzt werden können. Wenn man sich dann allerdings die Frage stellt, warum innerhalb eines derartigen gewichtsnormierten geschlossenen thermodynamischen Systems die Entropie bzw. die spezifische Wärme mit der Zeit ansteigen soll, dann erkennt man, daß dies mit der von uns Menschen und gewählten Temperaturskala zu tun haben muß, bei welcher die einzelnen Temperaturschritte ursprünglich in Abhängigkeit des thermischen Ausdehnungskoeffizienten von Quecksilber, später jedoch in Abhängigkeit des Gasdruckes von Gasdruckthermometern festgelegt wurden. Diese an sich ziemlich willkürliche Festlegung hatte dann zur Folge, daß die spezifische Wärme von Körpern in Richtung des absoluten Nullpunktes der Temperatur nach Null abfällt, was dem sogenannten Nernstschen Theorem bzw. dem Dritten Hauptsatz der Thermodynamik entspricht. Dieses Nernstsche Theorem ist dabei jedoch kein Naturgesetz, sondern eigentlich nur eine Folge einer ziemlich willkürlichen Festlegung der Temperaturskala durch den Menschen.
Eine derartige Festlegung der Temperaturskala hatte dann aber wiederum zur Folge, daß die spezifische Wärme eines warmen Körpers im Normalfall größer als die spezifische Wärme eines kalten Körpers ist. Bringt man somit innerhalb eines geschlossenen thermodynamischen Systems einen warmen Körper in thermischen Kontakt mit einem kalten Körper, dann setzt sich bei dem stattfindenden Temperaturausgleich zwangsläufig der warme Körper wegen seiner höheren spezifischen Wärme gegenüber dem kälteren Körper mit seiner geringeren spezifischen Wärme stärker durch. Dies hat dann zur Folge, daß die sich ergebende Ausgleichstemperatur näher an der Ausgangstemperatur des warmen Körpers als des kalten Körpers zu liegen gelangt. Selbst bei einem linearen Anstieg der spezifischen Wärme mit der Temperatur muß somit nach erfolgten Temperaturausgleich die gemittelte spezifische Wärme und damit auch die zur Erwärmung des Gesamtsystems erforderliche Wärmemenge mit der Zeit zunehmen.
Diese Zunahme der Entropie ergibt sich jedoch allein aufgrund einer ziemlich willkürlichen Festlegung der Temperaturskala, nicht aber weil dahinter ein höheres physikalisches Prinzip verborgen ist. Falls sich dahinter ein besonderes pysikalisches Prinzip verstecken sollte, dann allenfalls das, daß die thermische Ausdehnung und die spezifische Wärme eines Körpers in einer nichtlinearen Weise voneinander abhängige Größen darstellen.
Mit dieser neuen Erkenntnis ergibt sich dann die folgende Frage: Nimmt die Entropie S eines geschlossenen thermodynamischen Systems, so wie sie definiert worden ist, unter allen Umständen immer zu? In der Regel muß dies bejaht werden, solange sich nämlich die spezifische Wärme normal verhält, d.h. entsprechend den Nernstschen Theorem vom absoluten Nullpunkt der Temperatur an in etwa monoton ansteigt.
Unter Berücksichtigung der obigen Ausführungen ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine sehr einfache Vorrichtung zu schaffen, mit welcher die Allgemeingültigkeit des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik widerlegt werden kann.
Erfindungsgemäß wird dies durch Vorsehen der im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmale erreicht.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich anhand der Unteransprüche 2 und 3.
Die Erfindung soll nunmehr anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert und beschrieben werden, wobei auf die beigefügte Zeichnung bezug genommen ist. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung des Aufbaus einer sehr einfachen Vorrichtung, mit welcher die Allgemeingültigkeit des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik widerlegt werden kann, und
Figur 2 eine Kuvendarstellung der spezifischen Wärme von Wasser in Abhängigkeit der Temperatur.
Die vorliegende Erfindung basiert dabei auf der Erkenntnis, daß es in der Natur gewisse Stoffe gibt, bei welchen die spezifische Wärme nicht wie im Normalfall mit der Temperatur ansteigt, sondern abfällt. Dies ist insbesondere bei Wasser in seinem flüssigen Aggregatzustand der Fall, welches oberhalb von 0°C einen sehr ausgeprägten Abfall der spezifischen Wärme bis in den Bereich von etwa 35°C aufweist. Aufbauend auf dieser Anomalie kann somit ein geschlossenes thermodynamisches System gebaut werden, bei welchem die Entropie mit der Zeit abnimmt.
Entsprechend Figur 1 besteht die erfindungsgemäße Vorrichtung im wesentlichen aus einem Gefäß 1 mit Eiswasser sowie einem entsprechenden Gefäß 2 mit kochendem Wasser. Unter Einsatz nicht dargestellter Manipulatoren können die Inhalte beider Gefäße 1 und 2 in einen gemeinsamen Behälter 3 geschüttet werden, wobei die drei Gefäße 1 bis 3 innerhalb eines geschlossenen thermodynamischen Systems 4 angeordnet sind, welches mit entsprechenden wärmedämmenden Wandungen 5 versehen ist.
Figur 2 zeigt in graphischer Form die Abhängigkeit der spezifischen Wärme von Wasser zwischen 0 und 100°C, so wie sie in dem Handbuch für Experimentalphysik VIII, erster Teil, Seite 338, Leipzig 1929 dargestellt ist.
Dazu noch eine Tabelle der spezifischen Wärme von Wasser neueren Datums aus dem Handbook of Chemistry and Physics 76. Ed. 6 - 10 CRC-Press 1995:
Tabelle 1
| Temperatur [°C] | Cp [J/g°K] |
| 0 | 4,2176 |
| 10 | 4,1921 |
| 20 | 4,1818 |
| 30 | 4,1784 |
| 40 | 4,1783 |
| 50 | 4,1806 |
| 60 | 4,1843 |
| 70 | 4,1895 |
| 80 | 4,1963 |
| 90 | 4,2050 |
| 100 | 4,2159 |
Bei der Berechnung der Entropie der Vorrichtung von Figur 1 ergibt sich dabei die folgende Situation:
I Vor der Vermischung des heißen und kalten Wassers:
- Wasser von 0°C:
Cp-Wert entsprechend Tabelle 1 4,2176 J/g°K
- Wasser von 100°C:
Cp-Wert entsprechend Tabelle 1 4,2159 J/g°K
- Gemittelter Cp-Wert 4,2167 J/g°K
II Nach Vermischung des heißen und kalten Wassers:
Mischtemperatur etwa 50°C:
Cp-Wert entsprechend Tabelle 1 4,1806 J/g°K
So wie sich dies anhand von Figur 2 und der Tabelle 1 ergibt, verläuft die Cp-Kurve bei etwa 50°C noch relativ flach, so daß selbst geringfügige Temperaturverschiebungen gegenüber dem angenommenen Mischwert von 50°C keinen wesentlichen Veränderungen des berechneten Cp-Wertes führen.
Aufgrund der vorhandenen Anomalie der spezifischen Wärme von Wasser ist der gemittelte Cp-Wert vor der Vermischung des heißen und kalten Wassers höher als der sich ergebende Cp-Wert nach der Vermischung der beiden Wassermengen. Um vorgegebene Wassermengen mit Temperaturen um 100°C und 0°C um jeweils 1°C zu erwärmen, benötigt man somit mehr Energie als um eine entsprechende Mischung von Wasser von etwa 50°C heißem Wasser um 1°C zu erwärmen.
Die Entropie des aus heißem und kaltem Wasser bestehenden Systems hat somit im Laufe der Zeit, d.h. aufgrund eines stattfindenden Durchmischungsvorgangs oder Temperaturausgleichsvorgangs abgenommen. Die Allgemeingültigkeit des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik ist somit in dem betreffenden Fall widerlegt.
Es sollte hier noch auf den Umstand hingewiesen werden, daß derartige Anomalien der spezifischen Wärme sehr häufig bei Flüssigkeiten, insbesondere auch bei Quecksilber auftreten.
Daraus können im Grunde nur die folgenden Schlüsse gezogen werden:
1.) Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik in seiner derzeitigen Formulierung einer allgemeinen Zunahme der Entropie mit der Zeit besitzt keine Allgemeingültigkeit.
2.) Die Entropie ist keine geeignete Größe, um die Irreversibilität von thermodynamischen Vorgängen verstehen zu können, bedeutet doch dieselbe im wesentlichen nicht viel anderes als die gemittelte spezifische Wärme eines geschlossenen thermodynamischen Systems, bei welchem für die Mittelwertsbildung die auf verschiedenen Temperaturen befindlichen Massenwerte berücksichtigt werden müssen.
3.) In einer eingeschränkten Form könnte man den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik noch bestehen lassen, indem man sagt, daß die Entropie von geschlossenen gasförmigen Systemen mit der Zeit immer zunimmt. Dabei sollte man sich jedoch im Klaren sein, daß selbst eine derartige Aussage herzlich wenig aussagt, weil wie erwähnt, die Entropie weitgehend mit dem gemittelten Wert der spezifischen Wärme gleichsetzbar ist.
Eine sehr viel sinnvollere Aussage eines Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik wäre wohl die, daß man sagt, daß die innerhalb eines geschlossenen thermodynamischen Systems auftretenden Wärmeflüsse mit der Zeit immer abnehmen. Eine derartige Aussage mag zwar etwas trivial erscheinen. Sie hat aber zumindest den großen Vorteil, daß sie ganz allgemein gültig ist.
Patentansprüche
1. Vorrichtung zur Widerlegung der Allgemeingültigkeit des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein geschlossenes thermodynamisches System (4) vorgesehen ist, in welchem zwei Gefäße (1, 2) angeordnet sind, in denen sich vorgegebene gleiche Gewichtsmengen von heißem und kaltem Wasser vor-zugsweise mit 0 und 100°C befinden, und daß unter Einsatz fernbedienbarer Manipulatoren die in dem geschlossenen thermodynamischen System (4) befindlichen Gefäße (1, 2) so weit schwenkbar sind, daß die darin befindlichen Wassermengen in einem gemeinsamen Behälter (3) unter Bildung eines Temperaturausgleichs kippbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die drei Gefäße (1 - 3) jeweils mit entsprechenden Thermometern versehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das geschlossene thermodynamische System (4) mit wärmedämmenden Wandungen (5) versehen ist.
Zusammenfassung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Widerlegung der Allgemeingültigkeit des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik. Im Rahmen der Erfindung ist vorgesehen, daß ein geschlossenes thermodynamisches System (4) vorgesehen ist, in welchem zwei Gefäße (1, 2) angeordnet sind, in denen sich vorgegebene gleiche Gewichtsmengen von Wasser mit 0 und 100°C befinden, und daß unter Einsatz fernbedienbarer Manipulatoren die in dem geschlossenen thermodynamischen System (4) befindlichen Gefäße (1, 2) so weit schwenkbar sind, daß die darin befindlichen Wassermengen in einem gemeinsamen Behälter (3) unter Bildung eines Temperaturausgleichs kippbar sind.

Ähnlich wie im Fall des Impulses (siehe B6) kann auch in diesem Fall die Einberufung einer Kultusministerkonferenz der deutschen Länder nur wärmstens empfohlen werden, weil sich auch hier zeigt, daß die Lehrpläne an unseren Mittelschulen im Fachbereich Physik falsch sind und wir als Erwachsene nicht zulassen können oder dürfen, daß unsere Jugendlichen an den Mittelschulen ein bewußt falsches Wissen vermittelt wird. Darüber hinaus ist durchaus anzunehmen, daß die Jugendlichen an unseren Mittelschulen ihre Lehrer sehr bald auspfeifen würden, sobald sie beispielsweise hier über das Internet mitbekommen haben, daß das, was ihnen als Wahrheit im Physikunterricht mit der Entropie aufgetischt wird, im Grunde Schwachsinn darstellt.
Noch eine Bemerkung: Da die Entropie zumindest beim Zusammenschütten bzw. Temperaturausgleich von heißen und klaten Wasser entgegen der derzeitigen Formulierung des Zweiten Hauptsatzes nicht zunimmt, sondern abnimmt, könnte ein revidierter Zweiter Hauptsatz auch wie folgt formuliert werden: "Die innerhalb eines geschlossenen thermodynamischen Systems stattfindenden Wärmeflüsse nehmen mit der Zeit kontinuierlich ab!" Ein derartiger zweiter Hauptsatz kann mit Sicherheit als korrekt angesehen werden.
PS: Ceterum censeo speculum esse delendum.