Auflage streng limitiert! - siehe Gate A4


B1

Allgemeininformation

 

Falls Sie, lieber Internetleser gelegentlich wissenschaftliche Zeitschriften studieren sollten, dann dürfte Ihnen vielleicht aufgefallen sein, daß darin immer ganz wahnsinnig tolle Erfolgsmeldungen zur Mitteilung gelangen, wenn beispielsweise wieder so ein neues, noch elementareres Elementarteilen entdeckt wurde, von welchem kein Mensch so richtig versteht, zu was man es eigentlich gebrauchen kann. Es dürfte Ihnen jedoch schwerlich ein Artikel in Erinnerung sein, in welchem beispielsweise ausführlich erörtert wird, daß eine zuvor gemachte Entdeckung sich im Nachhinein als falsch herausgestellt habe. Das wissenschaftliche Establishment scheint demzufolge derart konzipiert zu sein, daß immer nur Erfolgsmeldungen gebracht werden - Negativresultate jedoch ganz allgemein verschwiegen oder unterdrückt werden.

In diesem Sinn hat dann auch der bereits verstorbene Nobelpreisträger Hannes Alfvèn einmal geäußert:

"Es gibt gute und böse Experimente. Die guten bestätigen die Theorie und werden sogleich veröffentlicht. Die bösen widerlegen dieselben und können unter gar keinen Umständen veröffentlicht werden. So erhält sich die allgemeine Lehrmeinung".

Nun, an dieses pseudowissenschaftliche System haben sich dann auch unsere wissenschaftlichen Zeitschriften angepaßt. Bei denen gibt es nämlich etwas, was im Englischen mit "peer-review" bezeichnet wird: Ein eingesandter Artikel wird einer Expertenkommission vorgelegt, welche zu entscheiden hat, ob der betreffende Artikel nun in der Zeitschrift abgedruckt werden soll oder nicht. Ursprünglich war dies ein ganz brauchbarer Gedanke, weil man auf diese Weise verhindern konnte, daß innerhalb einer wissenschaftlichen Zeitschrift allzuviel wissenschaftlicher Schrott auftaucht. Diese Sache hat jedoch nur einen Haken: In derartigen Expertenkomissionen sitzen in der Regel lauter alte Säcke, die mit aller Vehemenz zu verhindern suchen, daß neues Gedankengut auftaucht, weil dann das eigene Gedankengut, welches man über Jahrzehnte hinweg so mit sich herumgeschleppt hatte, plötzlich überholt ist. Also dienen derartige Expertenkomissionen letztlich nur dazu, daß verhindert wird, daß neues Gedankengut der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden kann. In diesem Sinn erscheinen die Ausführungen des Nobelpreisträger Hannes Alfvèn durchaus verständlich. Eine derartige Vorgehensweise hat natürlich erhebliche Nachteile für die Allgemeinheit, weil dieselbe mit ihren Steuergeldern vor allem Forschung finanziert, damit neue Dinge gefunden werden.

Auch der Bourbaki hat in dieser Richtung sehr schlechte Erfahrungen gemacht. So hatte er beispielsweise eine wunderschöne Art und Weise entdeckt, wie die Quantenphysik funktioniert, ohne daß dabei irgendwelche blödsinnigen Quanten wie Flöhe hin- und herspringen (s.A3!). Als er aber dieses sehr schöne und wirklich gut durchdachte Konzept in englischer Sprache an wissenschaftliche Zeitschriften wie "Nature" und "Science" versandte, hieß es dann immer ganz lakonisch, daß man so etwas hier nicht veröffentlichen könne ("regret to say that this is not the sort of work we publish"). Dies alles bei einer neuen Quantenphysik ganz ohne Quanten, ohne daß dabei irgend ein vernüftiger Grund angeben werden konnte.

Um dies zu umgehen, hat der Bourbaki angefangen, gewisse Dinge aus dem Wissenschaftsbereich, soweit sich dies machen ließ, in Patentanmeldungen zu verpacken. Patentanmeldungen in Deutschland haben nämlich den enormen Vorteil, daß die Anmeldegebühr nur DM 100,-- beträgt und daß sie automatisch und spätestens nach 18 Monaten als Offenlegungsschriften veröffentlicht werden. Auf diese Weise läßt sich somit der ganze Streß mit den "peer-reviews" sogenannter wissenschaftlicher Zeitschriften vermeiden, hat man doch nach einiger Zeit eine wunderschön gedruckte Schrift in der Hand, ohne daß man sich dafür von irgendwelchen Leuten blöd anreden lassen muß. Dies nur zur Erörterung der allgemeinen Patentsituation.

Falls Sie gewisse technische oder wissenschaftliche Kenntnisse haben, wird Ihnen die Lektüre der folgenden Patentanmeldungen sicherlich Freude bereiten.

 

PS: Ceterum censeo speculum esse delendum.