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| Georges Lakhovsky und sein "Multiple Wave Oscillator" | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Georges Bourbaki | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| So wie dies in dem 6-bändigen "Dictionaire national des contemporains" von Curinier zur Ausführung gelangt, wurde Georges Lakhovski am 17. September 1870 (?) in Minsk geboren. Als Jugendlicher machte er eine Malereiausbildung an der Kunstakademie von Odessa, worauf er mit einem Stipendium an die École des Beaux-Arts in Paris überwechselte. Nach erfolgreichem Abschluß arbeitete er in dem Atelier Gérome, während seine Bilder u.a. in den jährlichen "Salons Annuels de la Societé des Artistes Français" ausgestellt wurden. Bei einer Ausstellung russisch-französischer Maler im Jahre 1895 erhielt Lakhovski sogar eine Goldmedaillie. Er lebte seinerzeit mit seinem ebenfalls malerisch tätigen Zwillingsbruder Joseph zusammen, welcher jedoch relativ frühzeitig, d.h. im Jahre 1901 verstarb.
Bereits 10 Jahre zuvor - d.h. im Jahre 1890 - war in Frankreich ein schreckliches Eisenbahnunglück passiert: Aufgrund mangelnder Schienenhalterungen war seinerzeit der Südexpress entgleist, was eine große Anzahl von Toten und Verletzten zur Folge hatte. Daraufhin entwickelte Georges Lakhovski eine verbesserte Schienenbefestigung, welche unter der Bezeichnung "Tirefond-Lakhovsky" in zunehmendem Maße bei den französischen Staatsbahnen zum Einsatz gelangte. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete Lakhovsky dann im technischen Militärdienst, wo er derart erfolgreich wirkte, daß ihm am Ende für seine Verdienste das Rote Band der Ehrenlegion verliehen wurde. |
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Nach dem Ersten Weltkrieg bekam Lakhovsky Kontakt mit Prof. D'Arsonval, welcher als einer der ersten ein Elektotherapiegerät entwickelt hatte. Aufbauend auf diesen Entwicklungen baute Lakhovsky dann im Jahre 1923 ein eigenes HF-Impulsgerät, mit welchem an dem berühmten Pariser Krankenhaus Salpêtrière Versuche mit Geranienstöcken (pelargonium zonatum) durchgeführt wurden, bei denen mit Hilfe eines entsprechenden Bakteriums (bacterium tumefaciens) krebsartige Geschwulste erzeugt worden waren (siehe Bild). Dabei zeigte es sich, daß bereits gebildete Tumorgeschwulste innerhalb eines Zeitraumes von etwa zwei Wochen zum Abfallen gelangen, falls anfänglich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen eine HF-Bestrahlung mit dem Lakhovsky-Gerät jeweils über drei Stunden hinweg vorgenommen worden war. Ein von den Personen Gosset, Gutmann, Lakhovsky und Magrou unterzeichneter Bericht wurde daraufhin am 26. Juli 1924 der "Societé de Biologie" in Paris vorgelegt. Seine diesbezüglichen Gedanken präsentierte Lakhovsky in einem Buch mit dem Titel "Le secret de la Vie", von welchem Ausgaben in französicher, deutscher, italienischer, spanischer und englischer Sprache erschienen.
Um 1930 herum hatte Georges Lakhovsky seinen "Multiple Wave Oscillator" so weit weiterentwickelt, daß er diesbezügliche Patentanmeldungen in Frankreich und USA vornahm (siehe [A3]). Es dauerte dann auch nicht mehr lange, bis derartige Geräte zu Therapiezwecken u.a. auch gegen Krebs eingesetzt wurden. Die folgende Tabelle gibt dabei alle jene Therapieresultate wieder, so wie sie in einer überarbeiteten Reprintausgabe der englischen Fassung von Lakhovskys Buch aus dem Jahre 1970 aufgeführt werden: |
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| Die Patienten 1 bis 4 waren dabei Patienten des St. Louis-Kranken hauses in Paris, Patient 5 wurde von Prof. Johansson in Göteborg behandelt. Die Patientin 6 wurde am "Institut Physique Biologique" in Paris therapiert, der Patient 7 war von Prof. Signa in Genua. Die Patienten 8 und 9 wurden von Dr. Rigoux in Paris behandelt, die Patienten 10 und 11 in einem Krankenhaus in Rom. Die Patienten 12-37 wurden vor allem im Zeitraum zwischen dem 1. Juli und dem 21. August 1941 in einem großen New Yorker Krankenhaus behandelt, während die Krankenberichte der Patienten 38-45 von einem Urologen in Brooklyn stammen. Weitere Behandlungsberichte mit dem Lakhovsky-Gerät lassen sich ferner unter den folgenden Literaturstellen finden: Prof. D'Arsonval in seinen Berichten an die französische Akademie der Wissenschaften in Paris, Dr. Nicholas Gentile vom Krankenhaus für unheilbare Krankheiten des Heiligen Herzens Jesu in Rom in seinem Artikel in der Zeitschrift "Medicina Nuova" Bd. XXVI Nr. 5, Rom 1935, Prof. Signa in seinem Bericht auf dem Kurzwellenkongreß vom 12. bis 17. Juli 1937 in Wien, Dr. Boris H. Vassileff "Come e quali malattie si curano coll' Oscilattore Lakhovsky", Rapollo 1945 und Dr. Boris H. Vassileff "Casistica di guarigione col metodo di cura Lakhovsky", Genua 1950. Nachdem Lakhovsky als alter Mann 1939 vor den Nazis fliehen mußte - als Autor eines Buches mit dem Titel "La civilisation et la folie raciste", Paris 1939, hatte er sich natrlich bei gewissen Leuten nicht sehr beliebt gemacht - verstarb er nach einem sehr erfüllten, interessanten und idealistisch geprägtem Leben 1942 in New York. Von Michel Adam und Armand Givelet war bereits zuvor eine Biographie mit dem Titel "La vie et les ondes. L'oevre des Georges Lakhovsky", Paris 1936 erschienen. Zwischen Lakhovsky und Priore bestanden eine Reihe von ganz offensichtlichen Parallelen: Beide waren Emigranten, welche in Frankreich lebten, beide entwickelten HF-Impulsgeräte, mit welchen man unheilbare Krankheiten wie Krebs nichtinvasiv therapieren konnte, und beide flüchteten vor dem Hitler-Regime. Erstaunlich ist dabei nur folgender Umstand: Soweit erkennbar taucht in der ganzen Literatur über Antoine Priore und sein Therapiegerät der Name Lakhovsky kein einziges Mal auf, und das trotz der Tatsache, daß über Mittelsmänner entsprechende Therapieberichte derselben Organisation, nämlich der französischen Akademie der Wissenschaften vorgelegt wurden. Irgendwie müssen diese alten Herren der französischen Akademie der Wissenschaften schon recht tatterig und vergeßlich gewesen sein. |
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| Zu Lakhovsky noch folgender Nachtrag: Entsprechend der an Stelle [3] genannten Literaturstelle (siehe Stabi München Signatur 38.5031) fand im Zeitraum vom 12. bis 16. Juli 1937 im Technischen Museum von Wien ein "Internationaler Kongreß für Kurzwellen in Physik, Biologie und Medizin" statt, bei welchem der anwesende Georges Lakhovsky ein kürzeres Referat über seinen Mehrwellenoszilator hielt, während der Arzt Vittorio De Cigna aus Genua in italienischer Sprache über die mit dem Lakhovsky-Gerät erzielten Therapieerfolge an inneren und äußeren Organen berichten konnte. Interessant ist dabei allerdings der folgende Umstand: Viele der Referate in Wien betrafen HF-Bestrahlungen im Kurzwellenbereich (6-16 MHz), wobei ganz generell ziemlich erstaunliche Therapieerfolge zu verzeichnen waren: |
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| HF-Bestrahlungen im Kurzwellenbereich (6-16 MHz), wobei ganz generell ziemlich erstaunliche Therapieerfolge zu verzeichnen waren: So berichtete der Arzt Schliephake aus Gießen von überraschenden Besserungen und Heilungen von zum Teil als völlig aussichtslos eingestuften Fällen von Polyarthritis mit schwersten Versteifungen und Kontrakturen sowie Arthritisfällen der Hüftgelenke. Der Mediziner Carl Varnet aus Kopenhagen berichtete, daß er seit fünf Jahren bis zum 15. Januar 1937 4.521 Patienten behandelt habe (derselbe muß wohl eine sehr gute Buchführung gehabt haben!), wobei er insbesondere bei gynokologischen Erkrankungen der Art Salpingitis, Parametritis, Menstruationsbeschwerden sowie Neuralgien die besten Erfahrungen gemacht habe. Die Ärztin Justina Wilson aus London verwies auf den bekannten Konservatismus der Engländer. Sie konnte jedoch trotzdem darauf hinweisen, daß in ihrer Praxis neben akut entzündlichen Prozessen bei peripheren Gefäßerkrankungen der Art Endarteritis und Atheromatosis, bei diversen Gelenksentzündungen, Lungenabszessen sowie frischen Sport- und Betriebsverletzungen gute Resultate erzielt worden seien. Der Dr. Jean Mayer aus Paris berichete von Erfolgen bei der Behandlung von Asthma und Angina Pectoris. Ein Russe namens Viktor Michelson aus Kiew berichtete von Erfolgen bei eitrigen Prozessen, Erkrankungen des vegetativen Systems und Erkrankungen der Herzgefäße. Der Arzt Hubert Siegen aus Bad Kudowa (wo ist denn das?) konnte sogar mit einer Untersuchung von 728 Patienten mit anginösen Zuständen aufwarten. Die vorgenommene Kurzwellenbestrahlung war dabei bei etwa 45% der Patienten ein voller Erfolg, während bei weiteren 51% zumindest eine Besserung zu verzeichnen war. Anhand vorgenommener Elektrokardiogramme konnte dabei auf überraschende Rückbildungen von pathologischen Veränderungen hingewiesen werden. In diesem Sinn brachte der Vortragende gegen Ende seines Referats folgendes zum Ausdruck: "Aber auch bei den schweren fortgeschrittenen Fällen mit erheblichen Komplikationen zeigt sich immer wieder, daß die eigentlichen Krankheitssymptome, die von den Patienten so furchtbar empfunden werden, sich in der überwiegenden Mehrzahl beseitigen oder wesentlich einschränken lassen." Ein Dr. Carl Urbach aus Prag konnte ferner auf entsprechende gute Erfahrungen von Leiden wie Gelenkrheumatismus, Angina Pectoris, Endarteritis, Rhenitis, Bronchiektasien, Osophagusspasmen, Epidiymitis, Endometritis, Furunkeln und ähnlichen Leiden berichten. Über Erfahrungen im Bereich der Gynokologie berichteten Wintz und Korb aus Erlangen, v. Kövesligethy-Büben aus Budapest, Nicotra aus Catania sowie Raab aus Charlottenburg. Es folgten schließlich noch eine Reihe von anderen Vorträgen über Augenheilkunde, Lungenerkankungen, chronische Stirnhöhlenerkrankungen und dgl. |
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| In diesem Zusammenhang erhebt sich ganz zwangsläufig die folgende Frage: Warum hat sich diese ganze Hochfrequenztherapie in der Medizin seinerzeit nicht durchsetzen können? Dafür können die folgenden Antworten gefunden werden: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 1. Dieses ganze Gebiet der Elektrotherapie war auch zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht Schulmedizin geworden, so daß dieses Gebiet an den Hochschulen auch nicht gelehrt wurde. Dies führte dann zu einer Art von "biologischer Lösung". 2. Die Menschheit war damals auf der Suche nach immer höheren Frequenzen. Also verschoben sich die durchgeführten Untersuchungen ebenfalls in Richtung des UKW-Bereiches, in welchem die therapeutischen Wirkungen jedoch nachließen. 3. Europa stand 1937 kurz vor dem Abenteuer des Zweiten Weltkrieges, also brauchte man höhere Frequenzen für etwas ganz anderes. |
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| Die Welt teilte sich in Lager. Jene Leute, welche ursprünglich miteinander diskutierten, redeten plötzlich nicht mehr miteinander. Und Lakhovsky fand sich eines Tages in einem fremden Land namens New York wieder. Dort wurde er 1943 von einem Automobil angefahren, an dessen Folgen er verstarb. Sein "Mehrwellenoszillator" wurde in der Folge dann auch noch verboten. Inwieweit zwischen diesen beiden Ereignissen eine kausale Verknüpfung besteht, ist derzeit nicht bekannt. Während des Zweiten Weltkrieges wurden zuerst die Sulfanomide und später die Antibiotika wie Penicillin entwickelt. Daraufhin wurde die Therapierbarkeit menschlicher Leiden mit hochfrequenten Impulsen von den Medizinern mehr oder weniger vergessen, nachdem sich alles auf die neuen Medikamente gestürzt hatte, wohl in dem irrigen Glauben, daß man damit alle menschliche Leiden therapieren könne. Dies muß jedoch als ein reines Wunschdenken angesehen werden, |
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| weil in relativ reichen Entwicklungsländern wie Brasilien bereits bei den kleinsten Schnupfenerkrankungen Antibiotika zur Verschreibung gelangen und weil Antibiotika mittlerweile auch noch in riesigen Mengen in der Landwirtschaft verfüttert werden, |
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| so daß der Zeitpunkt abzusehen ist, von welchem an diese ganzen Antibiotikapackungen aufgrund gebildeter bakterieller Resistenzen in den Papierkorb geworfen werden müssen. München, den 28. Juli 2000 |
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